Beckenrandparker, oder: #Blind im #Schwimmbad

Man möchte den Beckenrandparkern entgegenrufen: “Leute, NICHT_schwimmen könnt Ihr auch im Nicht_Schwimmer_Becken!”

Ist doch wahr!

Sie kleben und albern am Beckenrand herum, doch verfallen ob der augenscheinlich unaufhaltsamen Annäherung der gelben Badekappe mit den drei schwarzen Punkten urplötzlich in eine Schockstarre. Ich vermute einen Gesichtsausdruck, der dem eines Hasen, der in zwei Autoscheinwerfer guckt, nicht ganz unähnlich ist. Sie hören auf zu Reden, wodurch ihre eben noch grob abgeschätzte Position auf meinem auditiven Radar plötzlich sprichwörtlich verschwimmt und warten geduldig darauf, dass ich gegen ihre mehr oder minder durchtrainierten Körper schwimme. (Das ist in den seltensten Fällen angenehm. Anm. d. Autors)

Jemand, dem ich schon einmal davon erzählte, sagte: “Vielleicht haben die Dich nicht gesehen.”, woraufhin ich meine verkümmerten Lateinkenntnisse und ein Zitat des großen Cicero herauskrame: Mumpitz! Blinde sind Zauberer, die durch ihre schiere Anwesenheit eben noch angeregte Konversationen schlagartig zum Verstummen bringen können; und wenn Du mit einem Langstock und einer Signal-Badekappe zielstrebig durchs Freibad läufst, dann gaffen die Leute – kein Zweifel, weil Leute eben gaffen. Und gemessen daran, wie oft ich aus Primärquellen oder familieninternen Sekundärquellen höre, wieviele Leute mich im Freibad bestaunen, fällt das Argument “die haben Dich nicht gesehen.” sowieso schon weg.

Liebe Blinde, wenn unblinde Menschen schlagartig verstummen und uns dadurch einladen, ihren Taillen- oder Brustumfang zu messen, dann geschieht das vielleicht einfach aus Schüchternheit. Unblinde Menschen, die sich bei der Kontaktaufnahme auf Blickkontakt verlassen müssen, sind verbal doch so furchtbar ungeschickt.

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Live concerts and My Favourite Live-Video on Youtube

In addition to playing music, I have always enjoyed going to concerts. I just love the excitement before a concert and the shared excitement of a crowd during a concert. Here are the artists I have seen live so far, chronologically ordered by the first time I saw them. Some you do or might know, others you should know, imho.

    Puhdys – early 90s in Eisenach, Germany
    Canned Heat: some time in the mid-90s in Merkers, Germany
    the Kelly Family: twice in the mid-90s in Eisenach
    Alexander Blume & Band: 1995 in Eisenach, 2019 in Eschwege, Germany, 2019 in Ruhla, Germany
    Geile Götter: many times between 1996 and 2006; we used to play as their support act in and around Eisenach.
    Love Parade: 1997 in Berlin, Germany
    Joe Cocker: 1997 in Erfurt, Germany, 2005 in Sankt Wendel, Germany
    Barbara Dennerlein: 1999 in Mühlhausen, Germany
    Marius Müller-Westernhagen: 1999 in Frankfurt, Germany
    Choro di Praha & Praha Symphonic Orchestra: 2001 and 2006 in Bamberg, Germany
    Mark Knopfler: 2001 in Munich, Germany, 2010 and 2011 in Dublin, Ireland, 2015 in Bad Kissingen, Germany, yet to come: 2019, Leipzig, Germany
    Banana Fishbones: 2002 and 2007 in Bamberg, Germany
    Herbert Grönemeyer: 2003 in Munich
    Simon Phillips: 2003 at the Frankfurt Music Fair
    Andy Timmons: 2003 at the Frankfurt Music Fair
    Orange Blue: 2003 at the Frankfurt Music Fair
    Axel Zwingenberger: 2003 at the Frankfurt Music Fair
    Dixie Chicks: 2003 in Munich
    Absolute Beginner: 2004 in Nuremberg, Germany
    Die Toten Hosen: 2004 in Würzburg, Germany
    Harlem Gospel Choir: 2004 in Galway, Ireland
    Why Didn’t they Ask Evans: 2006 in Trier, Germany
    Christy Moore: 2007 in Galway, 2014 in Tullamore, Ireland
    Texas Lightning: 2007 in Bamberg
    Sharon Shannon: 2009 in Galway
    Eleanor McEvoy: 2010 in Galway
    Codaline: 2015 in Dublin
    The Dubliners: 2015 in Dublin
    Heidi Talbot: 2017 in Newbridge, Ireland
    Wartburg College Choir from Iowa (the best choir I have ever heard, like ever!: 2017 in Galway
    Norah Jones: 2017 at Stuttgart Jazz Open, Germany
    Jamie Cullum: 2017 at Stuttgart Jazz Open
    Nico Wieditz aka Starlights: 2019 in Waldkappel, Germany

…and the festival I sadly missed created my favourite Youtube live-music video:


Just listen to that crowd!

Elf Gründe, weshalb Sie eine*n Blinde*n einstellen sollten

Stereotypisierungen, Vergleiche und Überspitzungen sind gewollt und dienen dem Unterhaltungswert.

Deshalb sollten Sie einen Blinden einstellen:

    1) Drei von vier Blinden sind arbeitslos. Wenn Sie uns eine Chance geben, so werden wir mehr Einsatz und Loyalität zeigen als viele unserer sehenden Kollegen.
    2) Ein blinder Mensch mit gleicher Qualifikation wie ein Sehender ist an sich schon bemerkenswert, denn es hat bei ihm/ihr bestimmt dreimal so lange gedauert, dorthin zu kommen. Hab’ ich das mit der Hingabe schon einmal erwähnt?
    3) Blinde haben mehr Organisationstalent und bessere Problemlösungskompetenzen als Sehende. Wir müssen jeden Tag organisieren und Probleme lösen; und Übung macht schließlich den Meister!
    4) Bei einer Zombie-Apokalypse und Stromausfall im Firmengebäude sind wir Blinden die Einzigen, die Sie in Sicherheit bringen können.
    5) Wir lassen uns weniger wahrscheinlich von funkelndem Schmuck, attraktiven Passanten oder Porno-Websites ablenken.
    6) Wir urteilen seltener über Sie – schon weil wir Ihren offenen Hosenstall und den Joghurtfleck auf Ihrem Hemd nicht sehen.
    7) Der blinde Arbeitnehmer kommt 30 Minuten früher am Arbeitsplatz an, weil er früh aufstehen musste, um 15 Minuten zur Bushaltestelle- und nach einer einstündigen Busfahrt noch einmal 15 Minuten zur Arbeit zu laufen. Der sehende Arbeitnehmer kommt 10 Minuten zu spät, weil er mit seinem SUV im Stau stand. Hab’ ich das mit dem Organisationstalent und der Hingabe schon einmal erwähnt?
    8) Arbeitgeber, die Menschen mit einer Behinderung einstellen, haben bei den Kunden einen Bonus. Wenn man sich an Ihr Unternehmen erinnert, weil dieser tolle blinde Kampfsportlehrer bei Ihnen arbeitet, sind Sie der Konkurrenz automatisch zwei Tritte voraus.
    9) Wir vergraulen Ihnen keine Kundschaft, weil wir zu den attraktiven Kunden netter sind als zu den Anderen.
    10) Wir lassen uns nicht durch laute Musik in den Kopfhörern ablenken, weil wir nämlich unsere Ohren zum Arbeiten brauchen. … Und schließlich:
    11) Wir werden weniger wahrscheinlich krankheitsbedingt ausfallen, weil wir nicht am Steuer WhatsApp-Nachrichten schreiben und dann einen Unfall bauen!

Disclaimer

Übersetzt und adaptiert von dieser Quelle.

Markus’ @RehaCare Interview | #German #English

🇩🇪 Kürzlich habe ich für RehaCare ein paar Fragen beantwortet. Das Interview im Volltext gibt’s hier auf Deutsch.

🇬🇧 A short while ago, I answered a few questions to RehaCare. The full text of the interview in English can be found here.

Ich möchte nicht, dass Ihr euch in mich hineinversetzt.

Inspiriert durch eine Diskussion in der Facebook-Gruppe Blindheit & Sehbehinderung – Infos und Austausch, möchte ich etwas loswerden. Uns Blinden möchte ich Mut zusprechen, und Euch Sehenden möchte ich einmal etwas sagen:

Ihr kleidet gern Euer Ungeschick in den Mantel der Unwissenheit und des “Mann kann sich ja nicht hineinversetzen, wie es ist, wenn man nichts sieht..”. Das stimmt. Man kann sich nicht hineinversetzen.

Lest hier weiter…

Accordingly, the Department of Social Protection has no plans to establish a cost of disability payment 🇮🇪 #CRPD

This is following up on my previous post about Ireland’s pending ratification of the UN CRPD.

Blind people have to shoulder costs of living which do not apply to people with eye sight.

This circumstance is relatively easy to grasp – it is not some abstract notion but rather a pretty obvious fact. There are countries, such as Germany, where these costs are taken care of by the social state through a universal monthly payment to compensate what has been agreed upon by legislators and experts as recurring blindness-related costs of living.

However, not so in Ireland!

Continue reading “Accordingly, the Department of Social Protection has no plans to establish a cost of disability payment 🇮🇪 #CRPD”

Petition: Apple, Improve the Accessibility in Garage Band for MacOS

Apple’s striving to include accessibility in mainstream products and make them usable by all customers regardless of talents, sensory or physical restrictions is unparalleled in the industry. This is why Garage Band on the Mac is a very popular tool among blind musicians to create and publish their work.

However, myself and other blind users of Apple’s screenreader ‘VoiceOver’ face one big issue in Garage Band; and this issue has been reported by numerous people on numerous occasions: Automations are not accessible.

What does this mean? I, as a blind musician, am unable to fade-in / fade-out individual tracks, regions or define the fade-duration of the entire project. By implication, as these curves cannot be defined by VoiceOver users, other rising EQ effects and the likes are also inaccessible to us.

Garage Band has these basic features which one can expect from an audio workstation, and they are available to sighted users.
This is solely an issue with Garage Band & VoiceOver.
Thanks for sharing and for your support! If we wake up Apple’s accessibility engineers, you may hear more great music by great blind musicians in the near future! 🙂

You can follow this link to sign and share this petition.

I have also put together a short video clip on my Youtube channel to go with the petition.

Ireland, Ratify the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities

I would like to encourage all readers to sign this petition to motivate the Irish government to finally step up their game and ratify the UN Convention on the Rights of Persons with disabilities (CRPD).

The matter is personally relevant to me and my wife. I am blind, and my wife is in full-time employment. My blindness support is fully means-tested on my wife’s income. In a nutshell:

The more my wife works to support us, the less support funding I get; and
the more my wife works, the more often I cannot avail of her as a driver or assistant, and, as a result, the higher my costs of living are.

This is MY blindness, not hers.

This degrading, demotivating and unfair system is hardly suitable in a 21st-century social state. There are other EU countries which, unlike the Republic of Ireland, have already ratified the UN convention on the rights of people with disabilities, countries where the “blind pension” is not a pension but rather a non-means-tested and non-taxable support payment to compensate higher living costs which blind people evidently have.

The present legislation does not merely deny the existence of blindness-related costs of living but also interferes with the spouses’ fundamental rights under the constitution of the Republic of Ireland.

The right to earn a livelihood

“As a citizen, you have a right to work and to earn a living, whether you are male or female.
The State is under a duty to protect your right to work and earn a livelihood from unjust attack.”

The means test of the spouse’s income is a prime example for an unjust attack on the spouse’s fundamental right to earn a livelihood. The working spouse should be allowed to spend their hard-earned salary whichever way they wish. They should not be held responsible to shoulder costs which are the responsibility of the social state which they already support as tax payers. It has been highlighted that there are other payments, for example, from the Health Service – also means-tested – and tax reliefs.

    I can claim a VAT refund on assistive technology such as screenreader software or my laptop with built-in accessibility features, to which I say: Well, yes! Whilst funding is being made available to make houses wheelchair-accessible, and recurring blindness-related costs are ignored, a one-off VAT refund is the least we can expect.
    My wife enjoys an income tax relief of €600 per year. This might sound decadent, but it amounts to less than €12 per week, which does not even pay for one return taxi ride per week when my wife is at work and unable to give me a lift.

Update:

I furnished ministers Leo Varadkar (Department for Social Protection) and Finian McGrath (Minister of State for Disability Issues) with my thoughts on the present legislation. Here is my follow-up post with some very telling statements.